So viele Staaten, so viele Capitols, so viele Unterschiede
24 08 2011Langsam kommen wir in die Phase der Rèsumès, und da sind wir mit dem Finger auf der Landkarte nochmal die Strecken nachgefahren, die wir auf unseren insgesamt achtmonatigen US-Trips in 2010 und 2011 zurückgelegt haben. Wenn man aus Germany über den Teich schaut, könnte man in die Versuchung kommen, die USA über einen Kamm zu scheren. Das ist aber beileibe nicht so! Wir haben auf unserer Tour immerhin schon 20 der 50 US-Staaten (und meist auch die Hauptstädte) besucht, und dabei ist uns eine ganze Menge aufgefallen ….
Wir waren bisher in (das kann man jetzt prima rappen): Arizona, Colorado, Connecticut, Idaho, California, Kansas, Maine, Massachusetts, Montana, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Oklahoma, Oregon, Texas, Utah, Vermont und Wyoming.
Und dabei ist sehr klar geworden, dass es richtig große Unterschiede gibt, vergleichbar denen der Länder in Europa. Wir machen es uns da oft zu leicht, wenn wir bei allem von den USA als Gesamtheit ausgehen. Da sind zuerst schon die etwas abweichenden Gesetze, das ist aber so ähnlich wie bei uns in den verschiedenen Bundesländern eher marginal: Darf man mit einer Bierdose in der Hand auf die Straße oder darf man im Auto geöffnete alkoholische Getränke transportieren, muss man die Spur wechseln, wenn auf dem Randstreifen ein Auto steht, ist Anschnallen Pflicht, darf man während der Fahrt SMS schreiben … ?
Ich meine aber vor allem die Unterschiede in Einstellungen und Mentalitäten der Leute – gibt es Recycling bzw. Mülltrennung, gibt es im Walmart Organic Food, sind Wölfe gut oder böse, sollte die Nutzung der Freizeitanlagen kostenlos sein, sind Schusswaffen selbstverständlich, sehen die Vorgärten gepflegt aus oder sind es eher Schrottplätze, muss alles und jedes mit Schildern geregelt werden … ?
Wenn man sich die Hauptstädte und speziell die Capitols der einzelnen Staaten ansieht, lernt man schon viel. Der Aufbau ist überall gleich: groß, protzig, altmodisch, ein Senat,
ein Parlament, eine Kuppel in der Mitte,
viele Bilder, Wandgemälde und Statuen wichtiger Menschen, und all das natürlich von Künstlern bzw. mit Rohstoffen aus dem eigenen Staat. Besonders spannend sind die Wandbilder, die ja den Geist und die Geschichte des Landes wiederspiegeln sollen. Da gibt es fleißige Farmer, verwegene Cowboys, verkitschte oder böse aussehende Indianer, fromme Frauen, Landwirtschaft, Industrie, Natur oder Städte – da sind die Unterschiede dann schon groß, worauf man augenscheinlich in dem jeweiligen Staat besonders stolz ist.
Aber eines ist überall gleich gewesen, egal ob im Süden oder Norden, im Osten oder im Westen – die Menschen sind aufgeschlossen, freundlich, nett … und oberflächlich. So fragt fast jeder nach, wo wir in Germany herkommen, um dann, ohne zuzuhören, gleich hinzuzufügen, wo er selber schon war oder wen er kennt, der schon mal da war. Dafür haben wir inzwischen unsere eigene Strategie entwickelt: Wir fragen selber im gleichen Satz nach, ob er oder sie schon mal da waren … dann haben wir wenigstens das Gefühl, eine Antwort zu bekommen 🙂 .
Aber dafür ist es hier natürlich viel einfacher als zu Hause, ein paar freundliche Worte mit fast jedem zu wechseln – egal ob an der Kasse im Supermarkt, ob bei der Ankunft auf dem Campground oder bei einem Musikfestival. Zum Abschied ein „nice to meet you“, evtl. noch mit Austausch der Namen, und oft auch mit „Händeschütteln“ (und nicht am Anfang bei der Begrüßung!) und das war es dann.
Summary for our American friends:
Imagine, we have visited 20 US-States till now! Arizona, Colorado, Connecticut, Idaho, California, Kansas, Maine, Massachusetts, Montana, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Oklahoma, Oregon, Texas, Utah, Vermont and Wyoming. Coming from Europe, people tend to summarize all the US as one Country (what it certainly is) but we have learned, that there are a lot of differences – making every State unique. An especially good source of information was it to visit the Capitols of the States – you always learn a lot about the State there.
Mal wieder ein „Hallo“ aus merry old Germany ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“!
Es war – wie immer – eine große Freude, deine lebendigen Schilderungen zu lesen, lieber Klaus und dazu natürlich die tollen Fotos meiner Goldtochter zu bewundern.
Ich muss gestehen, besonders beeindruckt haben mich diesmal die in den Augen der Amerikaner durchaus geschichtsträchtigen Gemälde in den mehr oder weniger offiziellen bzw. amtlichen Gebäuden – es fehlen da fast nur noch die röhrenden Hirsche! Toll jedenfalls, dass ihr auch diese Impressionen festgehalten habt.
Ganz viele liebe Grüße
aus dem
gewitterig-schwül-heißen SG
Herzlichen Dank für die Blumen, liebe Anneliese. Und die gebe ich gerne weiter. Denn der Artikel stammt in Idee, Text und natürlich den Bilder von Deiner lieben Tochter. Von mir stammen nur ein paar Kommata 🙂
Ganz herzliche Grüße aus Mendocino, Mendocino …
Klaus
Viele Staaten, viele Eindrücke, viele Meilen…..
unendlich viele Fotos,
viele Menschen, viele Tiere, viel Musik…..
der Klang der Einsamkeit,
und die Melodie der Städte,
viel Nähe, viel Neues, viel Zeit für Zwei….
viel Wissen für euch und uns,
viele neue Freunde,
viel Freude fürs Leben…
Ihr Zwei, gerne hätte ich auch mal eine Karte gesehen,
auf dem man eure Tour 2011 hätte insgesamt verfolgen
können, aber bei den kleinen Bildern hier ist das ja nicht
so einfach…
nun geht eure Tour laaaaaangsam dem Ende zu, schaut noch
ein paar Hauptstädte an, ein paar Senatsgebäude und macht
noch mehr Small Talk mit netten Menschen…. ich werde ab
Oktober bestimmt traurig sein, wenn es nicht mehr mehrmals
in der Woche etwas von euch zu lesen gibt, macht euch darüber
doch bitte schon mal ein paar Gedanken…
Liebe Grüße
Tina
Hallo, Ihr beiden!
Eure Berichte sind super! Ich freue mich aber trotzdem, dass Ihr bald wieder kommt….
Herzliche Grüße
Irmgard
Hallo Klaus,
ich bin dein treuer Fan aus Baunatal und war bei deinem letzten Konzert in Rotenburg dabei. Mit sehr großem Interesse habe ich deine Mail mit den Berichten gelesen, in deine neuen Songs reingehört und mal in youtube reingeschaut. Einfach toll. Ihr seid wirklich zu beneiden für diese beeindruckende Reise. Ich freu auf die künftigen Konzerte nach eurer Rückkehr. Ein Auftritt im Hof von Schloss Eichhof wäre ganz toll (war 2009 da). Ich wünsche euch weiterhin eine gute Reise und am Ende eine gesunde Heimkehr.
Herzliche Grüße aus Nordhessen.
Gerd.
ja ….was denn nun…..nix passiert hier…jetzt warte ich schon seit fast ner Woche, manno….seid ihr so beschäftigt, na ja SF ist toll, groß und die haben da ja auch noch kein Internet oder??? 😉
Hier ist alles im Grünen Bereich oder besser fast alles….weil ich warte nämlich……..
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Lasst euch Zeit, noch habt ihr sie und hetzt euch nicht…gar nicht.
Gruß und Knutsch
Tina
Kaum schreib ich das hier, finde ich direkt danach die Nachricht, dass Shiregreen 2 neuen Videos eingestellt hat…..na das ist doch schon mal ein Anfang….Liebe Grüße Tina